Fuss

Die Füsse sind das Fundament des Körpers und ein Meisterwerk der Natur. Die 28 Knochen, 34 Muskeln, 107 Bänder und etwa 200 000 Nervenendigungen machen das meist belastete Körperteil funktionsfähig. Zusätzlich verfügt der Fuss über 90'000 Schweissdrüsen zur Temperaturregulierung und zum Ausscheiden von Reststoffen.

 

Wie ist ein „Normal“ Fuss definiert?

 

-        Die Ferse und Achillessehne sind gerade

-        Das untere Sprunggelenk ist in neutraler Position

-        Der Vorfuss ist rotationsneutral 

-        Die Zehen sind gerade

-        Keine extra Spannung in der Fussmuskulatur

-        Der Vorfuss ist breiter als Rückfuss

-        Der Fuss ist schmerzfrei

 

 Füsse sind multifunktional, zu ihren Aufgaben gehören unter anderem:

 

 

              - Auftritt abfedern

 

              - Gleichgewicht halten

 

              - Dynamische Fortbewegung

                 

              - Ausgleichen von Bodenunebenheiten

 

               

 

Dieses von der Natur geschaffene Wunderwerk erlaubt es dem Menschen, unbeschwert zu stehen, gehen, laufen und zu springen.

 

Trotz dieser wichtigen Aufgaben werden die Füsse oft vernachlässigt und nicht selten wird bei der Schuhwahl dem modischen Aspekt mehr Aufmerksamkeit geschenkt als der Funktionalität.

 

Dies kann mit der Zeit zu Deformationen führen, was heisst, dass Veränderungen im statischen Aufbau des Fusses entstehen können. Dadurch wiederum entstehen Fehlbelastungen und damit Funktionseinbussen, was sich nicht selten in Schmerzen bemerkbar macht. Nicht nur das, auch Schmerzen in den Knien, Hüften und im Rücken können die Ursache im Fundament haben.

 

Das Fussgewölbe, die natürliche Wölbung des Fusses von der Fusssohle nach oben, ist durch die Anordnung der Fussknochen bedingt. Das Längsgewölbe spannt sich zwischen dem Auftrittspunkt des Fersenbeins und dem vorderen Ende der Mittelfussknochen und fällt von innen nach aussen ab. Die beiden Hauptauflagepunkte, Ferse und Ballen des Vorfusses, sind durch eine Fettschicht gepolstert. Das Quergewölbe überspannt den Fuss senkrecht zum Längsgewölbe. Straffe Bänder, Sehnen und kurze Fussmuskeln stabilisieren beide Gewölbe und geben ihnen gleichzeitig die notwendige Elastizität, um einwirkende Belastungen auffangen und abpuffern zu können.

 

Beim Laufen ist die Zusammenarbeit von allen Strukturen wichtig:

 

Beim Laufen geschieht der erste Bodenkontakt über die Aussenkante des Fusses. Um den kompletten Bodenkontakt zu erreichen, kommt es im Mittelfussberich zu einem leichten Einknicken. So kann der Fuss das gesamte Körpergewicht problemlos halten. Das Einknicken des Fusses bis zur Neutralstellung verteilt die Aufprallkräfte optimal. Diese Bewegung nennt man "Pronation". Sie ist immens wichtig für eine gesunde Fussführung. In der Abstossphase rollt der Fuss wieder etwas nach aussen und bekommt so eine solide Plattform für den Abdruck. Die Hauptbelastung in der Abstossphase liegt unter dem Grosszehengrundgelenk.

 

 

 

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