Häufigste Fussprobleme

Fasciitis Plantaris: Bei einer Fasciitis plantaris liegt eine Fusssohlenentzündung vor. Die Erkrankung macht sich durch einen Druckschmerz am Fersenbein und einen ausstrahlenden Fusssohlenschmerz bemerkbar. Meist ist der Schmerz morgens nach dem Aufstehen am schlimmsten oder wenn die Ferse belastet wird.

Die Erkrankung kann verschiedene Ursachen haben. Sie kann durch eine übermässige Beanspruchung der Fusssohle in Folge eines Fersensporn entstehen. Fersensporne können in zwei Formen auftreten. Bei beiden Arten handelt es sich um eine schmerzhafte knöcherne Ausziehung an der Ferse. Je nach Lage handelt es sich um einen unteren Fersensporn oder um einen oberen Fersensporn.

Beschwerden, was ist zu tun ?: Behandelt werden kann konservativ (Einlagen, Spritzen, Physiotherapie) oder über eine extrakorporalen Stosswellentherapie (ESWT). Sollte keine Besserung eintreten, kann immer noch an eine Operation gedacht werden.

 

 

Metatarsalgie: Schmerzen im Bereich der Mittelfussknochen und hier überwiegend im Bereich der Köpfchen der Mittelfussknochen. Der Schmerz tritt meist unter den Köpfchen des 2.-4. Mittelfussköpfchens auf, gelegentlich auch beschränkt auf das erste Mittelfussköpfchen.

 

Durch lang anhaltende Überlastung kommt es zu einer entzündlichen Reizung des Gewebes, die sehr schmerzhaft sein kann und beim Gehen behindert. Häufig kommt es zu einer schmerzhaften Schwielenbildung (Hornhautbildung) unter den überlasteten Mittelfussköpfchen.

 

Ursachen der Metatarsalgie:

 

- Spreizfussstatik mit abgeflachtem Fussgewölbe

 

- Übergewicht!!

 

- Enge Schuhe

 

- Schuhe mit hohen Absätzen

 

- Altersbedingte Ausdünnung des Sohlenpolsters

 

Beschwerden, was ist zu tun ?: Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Grunderkrankung. Oft kann durch individuelle Einlagenversorgung und Injektionen oder Medikamenteneinnahme eine Besserung erzielt werden.

 

 

Shin-Splint-Syndrom: Das vordere Schienbeinkanten-Syndrom (fachsprachlich als Shin-Splint-Syndrom oder Knochenhautentzündungen bezeichnet) tritt häufig bei Laufanfängern auf, wenn die Trainingsumfänge oder die Trainingsintensitäten zu hoch sind oder es zu einer schnellen Steigerung ohne die notwendigen regenerativen Pausen kommt. Hin und wieder tritt der Schienbeinschmerz auch bei erfahrenen und gut trainierten Läufern auf. Ursache hierfür ist meist eine ungewohnte Belastung und damit Überlastung oder die Vernachlässigung der notwendigen Regenerationspausen. Durch den wechselnden Untergrund und die zum Laufen leicht unterschiedliche Abrollbewegung des Fusses kommt es zu einer Überlastung der muskulären und bindegewebigen Strukturen des Muskelansatzes. Diese Strukturen reagieren mit einer belastungsbedingten Entzündungsreaktion. Damit versucht der Körper strukturelle Veränderungen im Sinne einer Funktionsanpassung herbeizuführen. Die Entzündungsreaktion wird durch Schmerzen deutlich spürbar, wobei es durchaus unterschiedliche Empfindungsqualitäten des Schmerzes gibt. So kann der Schienbeinschmerz als dumpf und ziehend oder auch als stechend empfunden werden. Die schmerzhaften Entzündungsherde entlang der vorderen Schienbeinkante sind durch Betasten deutlich zu lokalisieren.

 

Beschwerden, was ist zu tun?: Vorbeugen kann man gegen Knochenhautentzündungen, indem man versucht, Überlastungen zu vermeiden. So sollte beispielsweise Lauftraining bevorzugt auf weicheren Untergründen erfolgen. Maßvolle Kräftigungsübungen für die Gelenke können ebenso hilfreich sein, wie Dehnübungen oder ein regelmäßiges Auslaufen nach dem Sport. Zur Vermeidung von Überbeanspruchungen im Bereich der Beine und Füße können auch orthopädische Einlagen eine gute Hilfe sein.

 

 

Überpronation: Zu unterscheiden ist die normale Pronation des Fusses von der problematischen Überpronation. Die Pronation an sich beschreibt die natürliche Dämpfung des Fusses im unteren Sprunggelenk zur Abfederung des Aufpralls. Das Einknicken zum inneren Fuss ist hierbei völlig normal und gibt mit der Bewegung eine Dämpfung beim Laufen.

 

Bei der Überpronation kommt zu einem zu starken Einknicken, wodurch der gesamte Fuss- und Gelenkapparat stärker belastet wird. Damit ist die natürliche Stabilität des Fusses nicht mehr ausreichend. Hieraus entsteht eine Verdrehung der Unterschenkelknochen, die Schicht aus Knorpel, die sich hinter der Kniescheibe befindet, wird durch diese Bewegung im Kniegelenk anfälliger für Verletzungen.

 

Läufer erkennen leicht eine Überpronation an den abgelaufenen Innenseiten der Sohle bei älteren, abgenutzen Laufschuhen. Die Überpronation wird durch alte oder falsche Laufschuhe begünstigt. Um die negativen Folgen der Überpronation abzuschwächen bzw. ganz zu vermeiden, sollte der Läufer in seinen Laufschuhen Einlagen tragen oder Laufschuhe mit speziellen Pronation in der Innenseite tragen. Die Pronationsstütze gibt dem Fuss zusätzlichen Halt und so die Überpronation entgegenwirken. Oftmals sind auch eine Kombination von Einlagen und Stabilschuhen anzuraten, wenn Stabillaufschuhe nicht mehr ausreichend sind. Dies hilft insbesondere um auch typische Sportverletzungen, wie Achillessehnenbeschwerden oder dem Läuferknie vorzubeugen.

 

 

 

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