Rücken und Füsse
Rückenschmerzen betreffen in den Industrienationen fast jeden Menschen mindestens einmal im Leben. Am stärksten betroffen sind Menschen mittleren Alters zwischen 30 und 50 Jahren. Die Zahl der unter 30-jährigen nimmt jedoch besonders stark zu. Bei 65 Prozent der Jugendlichen unter 18 Jahren wurden bereits Haltungsschäden unterschiedlicher Ausprägung festgestellt. Der Ursache vieler Rückenbeschwerden ist zwei Etagen tiefer zu suchen - bei den Füssen. Im Alltag machen wir unter Umständen täglich mehrere tausend Schritte.
Langjährige Rückenschmerzen sollten unbedingt Anlass geben die Füsse mit in den Fokus der Untersuchungen zu stellen. Der Grund ist die korrekte Statik Ihres Körpers zu gewährleisten. Allein die Fussform hat einen grossen Einfluss auf Ihre Körperhaltung.
So bedingt ein Plattfuss häufig ein nach vorne geneigtes Becken, ein Hohlfuss genau das Gegenteil. Neben der Fussform spielen die Bänder, die Gelenke des Fusses sowie die Beinlänge und Beinachse eine wichtige Rolle für das „Wohlbefinden“ Ihres Rückens. Die Beziehung Füsse und Wirbelsäule ist vergleichbar mit der Statik eines Hauses: Stimmt die Statik im Keller nicht, entstehen Risse im Obergeschoss (d.h. im Rücken).
Wenn die Füsse ihre Spannung verlieren können Probleme an der Wirbelsäule resultieren. Die Beschwerden beginnen anfangs im tiefen Rücken später ziehen sie den Rücken hinauf bis zur Halswirbelsäule.
Normalerweise haben die Muskeln die Aufgabe, den Bewegungsapparat zu stützen und zu entlasten. Sind sie zu schwach, geht jede Belastung unvermindert auf Wirbelsäule, Knochen, Sehnen und Bänder. Diese verschleissen schneller, ab einem bestimmten Grad kommt es zu Schmerzen. Ein Phänomen, von dem der heutige Sitzmensch zunehmend betroffen ist.
